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    ARE und WIEN ENERGIE bauen größtes Erdson­den­feld Öster­reichs

    2. März 2023
    VILLAGE IM DRITTEN | Pressekonferenz Energiesystem ARE & Wien Energie © Daniel Hinterramskogler

    Mit dem VILLAGE IM DRITTEN entwi­ckelt die ARE Austrian Real Estate ein nach­hal­tiges Vorzei­ge­pro­jekt in Europa. Im Fokus des Ener­gie­kon­zepts von Wien Energie und ARE steht die Nutzung von lokal vorhan­denen, erneu­er­baren und klima­freund­li­chen Ressourcen. So viel Energie wie möglich soll direkt vor Ort produ­ziert und auch verbraucht werden.

    Größtes Erdson­den­feld Öster­reichs 
    Vor kurzem haben die Bohrungen für die 500 Erdwär­me­sonden gestartet, die ein wesent­li­cher Bestand­teil des Ener­gie­kon­zepts sind. Ein Viertel der Sonden ist bereits gesetzt und die Umset­zung des Ener­gie­sys­tems nimmt Form an. Die Erdwär­me­sonden reichen 150m tief und ermög­li­chen die Nutzung des Erdreichs zum Heizen bzw. Tempe­rieren, also mode­raten Abkühlen der Wohnungen sowie für die Kühlung der Gewer­be­flä­chen. Die Sonden werden über Leitungen zum größten Aner­gie­netz Öster­reichs zusam­men­ge­schlossen, das die Erdwärme zu sämt­li­chen Gebäuden im Quar­tier trans­por­tiert. Konkret heißt das, dass die Erdwärme mit 5 °C bis 19 °C über die Sonden in die haus­ei­genen Wärme­pumpen gelangt, die die Tempe­ratur weiter erhöhen. Der Strom für die Wärme­pumpen kommt dabei unter anderem direkt von den Photo­vol­ta­ik­an­lagen auf den Dächern der Gebäude. Alle Gebäude sind außerdem auch an das Fern­wärme- und Strom­netz ange­bunden, um die Versor­gungs­si­cher­heit auch an sonnen­armen oder sehr kalten Tagen zu garan­tieren.

    VILLAGE IM DRITTEN | Erdsonden-Bohrungen © Markus Schieder

    Klima­freund­li­ches Gesamt­kon­zept 
    Für die Heizung der Wohnungen kommen Flächen­heiz­sys­teme, wie zum Beispiel Fußbo­den­hei­zungen zum Einsatz. Diese Systeme benö­tigen nur nied­rige Vorlauf­tem­pe­ra­turen, damit können die Wärme­pumpen noch effi­zi­enter betrieben werden. Die Flächen­hei­zungen werden abhängig von der Außen­tem­pe­ratur mit maximal 37°C betrieben. Im Sommer wird die über­schüs­sige Wärme aus dem Gebäude geführt und mittels Sonden unter den Gebäuden im Erdreich gespei­chert. Während des Winters wird diese Wärme wieder aus dem Boden geholt und mittels Wärme­pumpe für die Heizung verwendet. Ein Groß­teil der Heiz­energie kann damit aus lokalen Ressourcen gewonnen werden. Zusätz­lich wird die Abwärme, welche den Gebäuden im Sommer entzogen wird, direkt mittels Wärme­pumpe für die Produk­tion des Warm­was­sers für das Quar­tier verwendet.

    Durch die Kombi­na­tion von Erdwär­me­sonden, Wärme­pumpen und Photo­vol­ta­ik­an­lagen werden so viele lokale und erneu­er­bare Ener­gie­quellen wie möglich genutzt. Die opti­male Nutzung, Vertei­lung und Spei­che­rung der Energie vor Ort stellt das Start-Up AMPEERS ENERGY mit seiner Soft­ware zur Anla­gen­be­triebs­füh­rung und Abrech­nung sicher. Zudem wird für die zukünf­tigen Bewohner*innen des VILLAGE eine intel­li­gente, baufeld­über­grei­fende Ener­gie­ge­mein­schaft reali­siert. Das ist gut für die Umwelt und für die Mieter*innen, die von gerin­geren Ener­gie­kosten profi­tieren.

     

    Fotos:
    Teaser & Beitrags­bild ARE / Wien Energie: © Daniel Hinter­rams­kogler
    Bohrungen: © Markus Schieder